Lesekreis | Juni 2024

KÖRPERFREUNDLICHE KULTURANALYSE IM ÖKOZIDALEN ZEITALTER

Ausgehend von ihrer eigenen Praxis berichtete Caitríona Ní Dhúill, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Salzburg, von ihren experimentellen Ansätzen in Forschung und Lehre: Philologie trifft auf ökologische Trauer; emanzipatorische Impulse der unvollendeten Geschlechterrevolution kreuzen sich mit Perspektiven aus der Philosophie der Technik. Im Zentrum dieser Vektoren behauptet sich die bedeutsame pädagogische Begegnung, die es für ein ökozidales Zeitalter neu zu reflektieren und zu gestalten gilt: die von Körpern in Räumen. Das Impulsreferat ist demnächst im aka-Podcast nachzuhören.

Vortrag | Mai 2024

FORSCHENDE SÉANCE IN EINEM POLITISCHEN ARCHIV: HILDE KRONES UND DIE SPUKENDE "GENERATION DER VOLLENDUNG"

In einem Vortrag an der Fachbereichsbibliothek Germanistik präsentierte der Politikwissenschaftler Georg Spitaler sein in Kürze erscheinendes Buch, das die Geschichte der Revolutionären Sozialistin Hilde Krones als Biografie in politischen Begriffen und Gefühlen erzählt, als forschende Séance, die sich in der Gegenwart auf die Suche nach den spukenden Hoffnungen und lost futures emanzipativer Politik begibt, die in den Trümmern der Geschichte des 20. Jahrhunderts begraben sind. Der Vortrag ist demnächst im aka-Podcast nachzuhören.

aka/ifk Lecture | Januar 2024

MIEKE BAL: READING THE WORLD. THE URGENCY OF SEMIOTIC THINKING

Am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften hielt Mieke Bal auf Einladung von aka einen Vortrag zum Thema „Reading the World. The Urgency of Semiotic Thinking“ und zeigte den Essay-Film „It’s About Time! Reflections on Urgency“ (2020, 30 min.) – „When I discovered the idea of semiotics, my excitement about it concerned the integration of philosophy (thinking) and (close) analysis (doing), as well as the resistance against mediaessentialism and disciplinary constraints, with their methodological dogmas. … The mythical story of Cassandra enabled me to create a cinematic account of the doubts and struggles of a female figure whose loneliness was produced by the fate imposed by her employer Apollo whose sexual advances she rejected. She would see the future but never be believed.“ – Ein Mitschnitt des Vortrages findet sich auf der Seite des IFK.

Ausstellungsbesuch | Januar 2024

Gewalt erzählen. Eine Comic-Ausstellung

Das Sigmund Freud Museum widmet sich in einer Sonderausstellung den vielfältigen Möglichkeiten zur kritischen Gewaltdarstellung in Comics. Ausgewählte Arbeiten von über 30 internationalen Künstler:innen spannen einen Bogen von der Shoah über individuelle Gewalterfahrungen bis hin zu aktuellen Konflikten und dem Umgang mit Schutzsuchenden bzw. Unterdrückten. Die Kuratorin der Ausstellung, Marina Rauchenbacher, und die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Daniela Finzi, gewährten aka-Mitgiedern eine exklusive Sonderführung. Eine Zusammenfassung davon ist nachzuhören im aka-Podcast kultur|texte.

Lesekreis | Dezember 2023

HÉLÈNE CIXOUS: GESPRÄCH MIT DEM ESEL

Zu Gast in der Weinhandlung Vinoe, diskutierten wir Auszüge des Essays »Conversation avec l’âne. Écrire aveugle« [Gespräch mit dem Esel. Blind schreiben], in welchem Hélène Cixous jene Dimension des Schreibens betont, die sich dem Ankommen des radikal Anderen öffnet, was als eines der zentralsten Themen der Dekonstruktion und ihrer Ethik gelten kann. Die beiden Herausgeberinnen des Textes, Esther Hutfless und Elisabeth Schäfer, führten in den Text ein. Ein Mitschnitt der Veranstaltung ist im Podcast kultur|texte zu hören. Eine Kooperation mit dem Sonderzahl Verlag.

Jubiläum | Dezember 2023

aka ist 10!

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Arbeitskreises Kulturanalyse luden wir zu einer Führung mit der Kulturvermittlerin Lara Verena Bellenghi durch die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien und im Anschluss zu einem Fest. Im Gasthaus Mader wurde gegessen, getrunken und gespielt: Hauptpreis der großen 10-Jahre-aka-Quizshow war ein kompletter Satz aller Bände unserer Reihe aka | texte.

Lesekreis | Oktober 2023

Die Queerness des Geldes

Dieser Lesekreis an der WU Wien unter der Leitung von Lea Steininger beschäftigte sich mit der Frage, wie die Wechselwirkungen zwischen politischer Ökonomie und queer-feministischer Geldtheorie einen möglichen Weg aus der intellektuellen Sackgasse des Neoliberalismus und des ökologischen Kollaps bieten können. Dabei wurden kritische Gedanken über Konzepte an der Schnittstelle von Governance, Sozialutopien, Kunst und Wirtschaft angeregt.
Gefördert von der Stadt Wien Kultur.

Lesekreis | Juli 2023

ingeborg bachmann queer lesen

Der Lesekreis im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek beschäftigte sich mit Queer narratology, der Verschränkung der kulturwissenschaftlichen Perspektive der Queer Theory mit der literaturwissenschaftlichen Domäne der Erzähltheorie. Franziska Przechatzky führte an dem Abend in einem kurzen Impuls in dieses Konzept ein. Anschließend wurde der Ansatz anhand einer Erzählung von Ingeborg Bachmann erprobt und zur Diskussion gestellt. Im Zentrum der Auseinandersetzung standen Fragen nach dem Verhältnis von narrativen Strukturen und Heteronormativität sowie der Darstellung weiblicher* Homosexualität.
Der Einführungsvortrag von Franziska Przechatzky kann im aka-Podcast kultur|texte nachgehört werden.
Gefördert von der Stadt Wien Kultur.

Buchpräsentation | Juni 2023

DAS ÜBERLEBEN ÜBERLEBEN

Globale Krisen, Kriege und Pandemie führen uns gegenwärtig sowohl die Fragilität des körperlichen Lebens wie auch der sozialen Mitwelt, ihrer Strukturen und kultureller Praktiken vor Augen. Gerhard Richters Essay Das Überleben überleben erkundet davon ausgehend die philosophischen Potenziale der Figur des „Überlebens“. Durch einen historischen Parcours, der von Nietzsche bis aktuell zu Jean-Luc Nancy oder Werner Hamacher reicht, geht Richter den vielfältigen Implikationen nach, die das Überleben – zwischen Fortleben, gesteigertem Leben und auf Künftiges hin leben – haben kann. Matthias Schmidt moderierte eine Veranstaltung mit Gerhard Richter im depot., nachzuhören im aka-Podcast kultur|texte.

Lesekreis | März 2023

Carolin Meister und Jean-Luc Nancy: Begegnung

Unter der Leitung von Tina Amerstorfer lasen wir in Kleingruppen unterschiedliche Kapitel des Buches Begegnung, das von Jean-Luc Nancy und Carolin Meister 2021 – kurz vor dem Tod des Philosophen – veröffentlicht wurde. Tina Amerstorfer promoviert derzeit an der Akademie der bildenden Künste Wien und setzt sich in ihrer Dissertation mit dem Workshop als künstlerischem Format auseinander. Im Zentrum der Lektüre und der Diskussion stand das Konzept der Begegnung und die Frage, welchen Beitrag dieses für eine zeitgenössische Theorie des Tanzes leisten kann.
Diese Veranstaltung wurde gefördert von der Stadt Wien Kultur.

aka-Radio und Podcast | seit März 2023

KULTUR|TEXTE IST AUF SENDUNG

Am 23. März 2023 hat aka eine Radiosendung auf Radio Orange gestartet. An jedem 4. Donnerstag im Monat um 14 Uhr ist kultur|texte als Teil der Schiene Wissen & Diskurs auf der Wiener Frequenz 94.0 sowie im Live-Stream zu hören und danach als Podcast abrufbar. Mit dieser Sendung suchen wir die akustische Öffentlichkeit abseits der ausgetretenen Pfade akademischer „Kulturwissenschaft“. Wir werden einerseits unsere Veranstaltungen dokumentieren und fürs Radio aufbereiten; andererseits planen wir, neue (wissenschaftliche und künstlerische) Projekte und Bücher vorzustellen und mit deren Protagonist*innen und Autor*innen zu diskutieren. > Zum Sendungsarchiv

aka/IFK-Lecture | Jänner 2023

Claudia Simma: »Roh übersetzen: Über ›Fertigungs‹prozesse bei der Übersetzung«

Claudia Simma berichtete von ihren Erfahrungen der Übersetzungsarbeit. Zentraler Bezugspunkt war dabei der von ihr übersetzte Band der aka|texte – Hélène Cixous/Jacques Derrida: Die sexuelle Differenz lesen – der zwei Texte beinhaltet, die von Ihren Leser:innen immer schon Übersetzungsleistungen beim Lesen verlangen, um die Textbedeutung nicht vorschnell einzuengen. Ausgehend von Derridas Spiel mit dem Doppelsinn der französischen Vokabel »cru« – »cru« bedeutet »roh«, aber auch was (oft vorschnell) »geglaubt« wird – plädierte Simma für eine Übersetzung, die »roh« bleibt, um eine differenzierte Lektüre zu evozieren.
In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien

LESEKREIS | Dezember 2022

Pflanzen und Umwelten: Annie Francé-Harrars Bodenökologie zwischen Science und Fiction

Bericht

Lesekreis mit Isabel Kranz, Maren Mayer-Schwieger und Thomas Brandstetter, 16. Dezember 2022, o*books, Wien 2

Angeleitet von den Literatur- und Kulturwissenschaftler*innen Isabel Kranz und Maren Mayer-Schwieger diskutierten wir über das Thema Pflanzen und Umwelten Annie Francé-Harrars Bodenökologie zwischen Science und Fiction. Als Gast eingeladen war Thomas Brandstetter, Philosoph, Bibliothekar und Wissenschaftstheoretiker, mit einem besonderen Faible für Science-Fiction, jener Gattung, der die literarischen Dystopien Annie Francé-Harrars zugeordnet werden können.

Daneben war auch das wissenschaftliche Werk der Biologin, Schriftstellerin, Humusaktivistin und Erfinderin Annie Francé-Harrar (1886-1971), Ausgangspunkt für eine Vielzahl an Fragen. Neben jener nach der Aktualität der Texte Francé-Harrars, die für einen achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Umwelt plädieren, waren das jene nach Möglichkeit und Form politisch engagierten Schreibens. Wie kann man, (populär)wissenschaftlich wie literarisch, Inhalte transportieren und gesellschaftspolitische Forderungen stellen? Ist die Sprache, die Francé-Harrar dafür findet, noch zeitgemäß? Wie sonst kann man ökologische, politische, ethische Fragestellungen einem breiten Publikum öffentlich machen? Wie ist die Autorin in Bezug auf die Feminist Science Studies verortbar? Was kann man über das Wechselverhältnis von Fiktion, Wissensproduktion aber auch Wissensvermittlung lernen?

Nicht zuletzt der oftmals pathetisch anmutende Stil, die Verwendung einer sehr bildhaften, adjektivreichen Sprache wurde diskutiert – inklusive des Versuchs, diese in den Kontext der (v.a.) Literaturproduktion der Zeit zu stellen. Äußerst kritisch wurde die in den Büchern anklingende Romantisierung des Zurück-zur-Natur gesehen, inklusive der problematischen rassistischen und kolonialistischen Stereotype.

Ausführlich wird die Veranstaltung am 25. Mai 2023, 14:00 Uhr, auf Radio Orange vorgestellt und anschließend hier als Podcast zu finden sein.

Diese Veranstaltung wurde gefördert von der Stadt Wien Kultur.

Teaser

Isabel Kranz

Es gibt wenig Informationen über Annie Francé-Harrar, deren Nachlass zusammen mit dem ihres Mannes Raoul Francé im Oberösterreichischen Landesmuseum liegt. Francé-Harrar ist 1886 in München geboren und 1971 in Hallein gestorben, hat Biologie und Medizin studiert. 

Sie hatte eine wahnsinnige Bandbreite an Textproduktion, die sich nicht auf die Wissenschaftpopularisierung beschränkt, sondern literarische Texte und sehr viel anderes umfasst. Wenn man ihren Namen in die Zeitschriften-Datenbank ANNO eingibt, findet man relativ frühe Gedichte aus 1911 und verschiedene Romane. 1916 traf sie dann in einem Mikroskopierkurs auf Raoul Francé und das wurde eine sehr produktive Partnerschaft, aus der zahlreiche Publikationen hervorgingen. 

Diese Ehe hielt bis 1943, als er starb. Francé-Harrar überlebt ihren Ehemann um ganze 28 Jahre. Das heißt, sie hatte noch einmal eine ganz andere Schaffensperiode nach seinem Tod. Der späteste Text, den wir heute behandeln werden, ist Ich, die Pflanze, lebe so von 1961

 

Maren Mayer-Schwieger
Nach dem Tod ihres Mannes, d.h. nach dem Zweiten Weltkrieg, standen Humusforschung und Praktiken der Humuserzeugung im Zentrum von Annie Francé-Harrars Arbeit; und zwar verbunden mit der großen Frage nach der ökologischen Zukunft der Menschheit, die wir uns heute auch stellen. 

So hat Francé-Harrar z.B. noch 1945 in Budapest eine Kompostieranlage mit aufgebaut, um den Stadtmüll zu verwerten, und 1950 schließlich Die letzte Chance geschrieben – einer der Texte, die wir hier heute Abend diskutieren wollen. Aufgrund dieses Buches wurde sie von der Mexikanischen Regierung eingeladen, um Verfahren zu entwickeln, die der Bodendegradation entgegenwirken. Bis Ende der 1950er-Jahre forschte sie in Mexiko und produzierte Texte, die zwar populärwissenschaftlich sind, aber mit einem ganz großen Anspruch auf Veränderung einhergehen. (z.B. Humus – Bodenleben und Fruchtbarkeit, 1957).

Ich habe euch hier einen Ausdruck ihrer Patentschrift aus dem Jahr 1955 mitgebracht, die im österreichischen Patentregister zu finden ist: Verfahren zur Herstellung eines biologischen Bodenimpfstoffes. Dies ist, wie ich finde, ein gutes Beispiel für Francé-Harrars praxisorientierte Forschung und ihren Willen zur Veränderung: Sie wollte nicht nur durch ein Umdenken, für das sie in Texten wie Die letzte Chance eintrat, die Bodenausbeutung und den Humusschwund aufhalten, sondern hat ebenso Verfahren entwickelt, um Humus herzustellen bzw. dessen Herstellung zu beschleunigen.

In Francé-Harrars Texten finden sich neben all den für uns heute spannend und seltsam aktuell wirkenden Aspekten allerdings immer wieder eurozentrische, z.T. sogar rassistische Sicht- und Schreibweisen, die wir im heutigen Lesekreis auch unbedingt kritisch in den Blick nehmen und mit euch diskutieren möchten.

VORTRAG & RESPONDENZ | Dezember 2022

NORDAFRIKA UND DER HOLOCAUST: PLÄDOYER FÜR EINE VERFLECHTUNGSGESCHICHTE VON NATIONALSOZIALISMUS UND KOLONIALISMUS

Bericht

Anna Babka lieferte auf Einladung des Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) eine Respondenz zu einem Vortrag von Patrick Bernhard. Dabei ging es um die Frage, inwiefern der vom NS-Staat initiierte und vorangetriebene Holocaust, der sich auf kolonialem Boden in Nordafrika abspielte, vor der Folie der vorangegangenen und umgebenden kolonialen Gewalt gelesen werden kann. Anna Babkas Respondenz widmete sich der Aufgabe, Patrick Bernhards Ausführungen auf Aspekte postkolonialer Theoriebildung hin auszuloten.

LESEKREIS | November 2022

PERFORMING CRISIS. PERFORMING GENDER

Bericht

Lesekreis mit Silke Felber, 25. November 2022, Depot – Kunst und Diskussion, Wien 7

Silke Felber sprach zum Thema Peforming Crisis. Performing Gender.

Silke Felber ist habilitierte Theater- und Kulturwissenschafterin und leitet derzeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien das FWF-Projekt Performing Gender in View of the Outbreak.

Wir sprachen intensiv über die Performance bzw. die Kriseninszenierung der österreichischen Bundesregierung zu Beginn der COVID-19-Pandemie (ab März 2020), diskutierten Auftritts- und Bildpolitik vor allem in Hinblick auf genderrelevante Themen, gingen näher auf die Rollen von ÖVP und Grünen und die spezifische rhetorische Notwendigkeit eines politischen Konsens ein, sprachen über die verwendeten Sport-Metaphern und die Diskriminierung vulnerabler Menschen, über die Inszenierung bedrohlicher Angstszenarien, die Kreation rhetorischer Topoi und darüber, wie diese Strategien mit Machiavelli verstanden werden können.

Ausführlich wird die Veranstaltung am 22. Juni 2023, 14:00 Uhr, auf Radio Orange vorgestellt und anschließend hier als Podcast zu finden sein. Silke Felbers Abschlusspublikation zum Projekt wird außerdem als Band 12 der Reihe aka | texte (Turia + Kant) noch 2023 erscheinen.

Diese Veranstaltung wurde gefördert aus dem Kulturbudget des Bezirks Neubau und von der Stadt Wien Kultur.

Teaser

Silke Felber: Ich gehe davon aus, dass in dieser anfänglichen Phase [der COVID-19-Pandemie] in Österreich Frauen bzw. Personen, die gemeinhin als solche gelesen werden, eine paradoxe Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit zugekommen ist. Das heißt, sie waren einerseits im medialen Diskurs, vor allen Dingen aber auch eben im politischen Diskurs – insbesondere der Österreichischen Volkspartei – vorrangig in einer Funktion vertreten, die Frauen historisch betrachtet grundsätzlich zugeschrieben wird. Gemeint sind hier etwa die Rolle der Supermarktkassiererin, der Mutter, der Lehrerin – alles in allem ‚weiblich‘ konnotierte Rollen.

Wir [SF und eine Projektmitarbeiterin] haben uns sämtliche Pressekonferenzen angesehen, die zu Beginn des sogenannten „ersten Lockdowns“ ausgestrahlt wurden. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Bundesregierung zu 53 % aus Frauen. In den Pressekonferenzen jedoch kamen zu 65 % Männer zu Wort, obwohl auch zahlreiche Expertinnen eingeladen waren. Zur Erinnerung: Ministerinnen haben zu Beginn der Krise wesentliche Ressorts innegehabt.

Zu Beginn dieser Konferenzen nun wurden – vor allem von Sebastian Kurz – Inhalte platziert, die Frauen mit überholten Bildern in Verbindung gebracht haben. Dies wird im Projekt anhand einer historisch-kritischen Diskursanalyse nach Ansätzen von Ruth Wodak und Martin Reisigl ausgearbeitet. Es handelt sich also um eine Topoi-Analyse, die im Projekt mit einer Analyse der spezifischen Auftrittsdramaturgien verbunden ist, die mit diesen Reden einhergehen. Dies ist das Innovative des Projekts: diskursanalytische Ansätze werden mit Ansätzen der Theaterwissenschaften bzw. der Performance Studies verbunden. Die Grundthese lautet, dass hier just in in den Choreografien dieser Pressekonferenzen Spielarten ‚hegemonialer Männlichkeiten‘ (Raewyn Connell) sichtbar werden, die auf eine spezielle Traditionslinie verweisen.

Wir sehen das – unter anderem – darin, mit wem sich Sebastian Kurz umgibt – so, wie wir es auch schon bei Machiavelli nachlesen können. Wir haben festgestellt, dass Sebastian Kurz hauptsächlich in einer triadischen Konstellation auftritt und sich ausschließlich – mit Ausnahme zweier Pressekonferenzen – mit Kollegen umgibt. Das funktioniert parteiübergreifend; hier jedoch wird politische Männlichkeit wortwörtlich in Stellung gebracht. Es handelt sich um eine relationale Art politische Männlichkeit herzustellen (Connell). Und umgekehrt treten Ministerinnen quasi ausschließlich mit anderen Ministerinnen auf. Es fällt auch auf, dass das Thema ‚häusliche Gewalt‘ immer nur von Ministerinnen bespielt wurde.

Darüber hinaus wurden die Pressekonferenzen in Österreich in einer unglaublichen Frequenz abgehalten. Dies ist insofern spannend, als einerseits Pressekonferenzen eine politische Kommunikationsstrategie sind, die sich bewährt hat, die auch auf ein altbewährtes Medium zurückgreift, nämlich auf das Leitmedium Fernsehen, das bestimmte Sehgewohnheiten bedient. Man kann damit Beständigkeit inszenieren. Andererseits aber ist durch die hohe Frequenz dieser Konferenzen eine bestimmte Absurdität inszeniert worden, eine Vorwärtsgewandtheit, die Schnelligkeit suggeriert. Dies geht – vor allem bei Kurz – einher mit dem Topos des Volkes, der die Geschichte Österreichs und die Vergangenheit beschwört, wobei ein spezifisches nationales Selbstverständnis reproduziert wird. Kurz verwendet zudem viele Bilder und Ausdrücke, die Tempo und Zielstrebigkeit vermitteln, oftmals im Rekurs auf Sportmetaphern wie den Marathon oder ‚Team Österreich‘. Und damit kann er gleichzeitig auch diesen Topos der Leistung, der für die ÖVP ja nicht gerade unwesentlich ist, inszenieren.

LESEKREIS | November 2022

Die sexuelle Differenz Lesen. ​

Bericht

Lesekreis mit Anna Babka und Matthias Schmidt, 22. November 2022, Institut für Romanistik der Universität Wien, Wien 9

Anna Babka und Matthias Schmidt sprachen zum Thema Sexuelle Differenz lesen: Hélène Cixous und Jacques Derrida

Anna Babka ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Politikerin. Sie ist assoziierte Professorin für neuere deutsche Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik Wien. Matthias Schmidt ist promovierter Literatur- und Kulturwissenschaftler, forscht als Postdoc am Institut für Germanistik der Universität Wien und ist Verleger des Sonderzahl Verlags.

Matthias Schmidt und Anna Babka gaben eine kurze Einführung, indem sie die beiden Texte der französischen Theoretiker:innen Hélène Cixous und Jacques Derrida kurz vorstellten sowie die Arbeit der Übersetzerin Claudia Simma und erste wichtige Impulse für die gemeinsame Lektüre lieferten.

Bei den Texten handelt es sich um ursprünglich aufeinander respondierende Vorträge, die die Frage der sexuellen Differenz sowohl vom Standpunkt der écriture feminine als auch von einer daran anschließenden, dekonstruktiven Differenzierungsbemühung aus in den Blick nehmen. Cixous’ Text (orig. Contes de la Différence Sexuelle) präsentiert sich als ein indirektes Gespräch zwischen ihr selbst und Derrida, dessen Texttitel (orig. Fourmis) wiederum einem Traum von Cixous entstammt. Entlang von Reflexionen über sexuelle Differenz schreiben die beiden Theoretiker:innen füreinander, miteinander und übereinander – dabei voraussetzungsreich und beständig die Grenzen zwischen Philosophie und Literatur überschreitend. Einen weiteren möglichen Zugriff und Grundlage für die gemeinsame Diskussion liefert die angeschlossene „Übersetzungsfuge“ Claudia Simmas, angelegt als Kommentar, Kontextualisierung und Fortschreibung.

In mehreren Kleingruppen wurden Fragen nach den bedeutendsten Begrifflichkeiten, Thesen oder Schreibstrategien diskutiert und danach im Plenum vorgestellt. Der sehr gut besuchte Lesekreis führte aufgrund der Vielfalt der disziplinären Zuordnung der Teilnehmer*innen zu produktiven und vielgestaltigen Ergebnissen.

Ausführlich wird die Veranstaltung am 23. März 2023, 14:00 Uhr, auf Radio Orange vorgestellt und anschließend hier als Podcast zu finden sein. Die Texte von Cixous und Derrida werden außerdem in der Übersetzung von Claudia Simma als Band 11 der Reihe aka | texte (Turia + Kant) noch 2023 erscheinen.

Diese Veranstaltung wurde gefördert von der Stadt Wien Kultur.

Teaser

Anna Babka
Das Besondere an den beiden Texten von Cixous und Derrida ist, dass sie auch aufeinander Bezug nehmen. Dieser Bezug ist nicht nur ein inhaltlicher, sondern resultiert auch aus einer jahrzehntelangen Freundschaft zwischen den beiden. Sie haben immer schon füreinander und miteinander geschrieben und vieles, was das Denken der beiden charakterisiert, ist aus diesem Dialog heraus entstanden. Was sie machen, ist ein unendliches Weiterschreiben des Denkens über die sexuelle Differenz, das zugleich immer auch ein Lesen ist. Diese Lese-, Schreib- und Denkprozesse führen in verschiedene Richtungen, sind vielleicht auch nicht immer im ersten Moment als Denken der sexuellen Differenz erkennbar. Aber wenn man sich die Zeit nimmt und die Texte in Close Reading-Prozessen bearbeitet, dann wird die Tiefe der Texte deutlich.

Matthias Schmidt
Warum wurden just diese Texte so lange nicht übersetzt? Cixous und Derrida sprechen fast in einem ›Amikalekt‹ zueinander; sie haben einen Konnotationsschatz und einen etymologischen Tiefgang, den sie sozusagen fast schon geschwisterlich teilen und der von außen schwer zu ermessen ist.

Deswegen waren wir sehr froh, dass Claudia Simma passioniert liest und mit viel Kenntnisreichtum aufschlüsseln kann und jemand ist, der das Ganze wirklich aus nächster Nähe beobachtet und begleitet, weil sie mit Hélène Cixous schon seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten zusammenarbeitet, beispielsweise ihre Vorträge transkribiert und für Buchfassungen aufbereitet und insofern auch in direkter Rücksprache mit Cixous diesen Konnotationsreichtum ergründet. Und genau diesen Reichtum kann man ganz schwer ins Deutsche bringen.

Es gibt eine Grundhaltung, die beide Texte vorführen, die sie aber nicht so oft und so deutlich aussprechen, wie wir das so gewohnt sind, nämlich, dass es bei der sexuellen Differenz tatsächlich nicht um eine Binarität geht, die irgendeine Form von diskreter Scheidung oder Trennung ermöglicht, sondern dass es eigentlich darum geht, aus den unterschiedlichsten Richtungen und unterschiedlichen Strategien zwischen diese vermeintlichen Pole diverse Schattierungen einzuziehen.

LESEKREIS und VORTRAG | Oktober/November 2022

Georg Simmels Philosophie des Geldes

Bericht

Lesekreis mit Christina Hoffmann und Beat Weber, 5. Oktober 2022, Österreichische Nationalbank, Wien 9

Mit Christina Hoffmann und Beat Weber diskutierten wir über Geld – funktional und fiktional. Georg Simmels Philosophie des Geldes.

Christina Hoffmann ist Komparatistin, Kulturwissenschaftlerin und Wissensvermittlerin. Beat Weber arbeitet bei der Österreichischen Nationalbank und forscht über angewandte Geldtheorie und Financial Governance.

In einer intensiven Diskussion deckte der Abend eine große Bandbreite an Themen ab. Christina Hoffmann und Beat Weber führten in die Geschichte des Geldes sowie in die Simmel’sche Geldtheorie ein; wir diskutierten – auch in historischer Hinsicht – intensiv über machtpolitische Fragen, die spezifischen Produktionsbedingungen sowie Materialität und Immaterialität von Geld und loteten das antihegemoniale Potenzial von Kryptowährungen aus. Aus kulturpolitischer und -wissenschaftlicher Perspektive zentral ist zudem die Frage danach, welches Potenzial Simmels Theorie bietet, um Geld als System verstehen zu können – und wie dieses System dekonstruiert werden kann.

Die Veranstaltung wird ausführlich am 27. April 2023, 14:00 Uhr, auf Radio Orange vorgestellt und anschließend hier als Podcast zu finden sein.

Diese Veranstaltung wurde gefördert von der Stadt Wien Kultur.

Teaser

Christina Hoffmann (zur Einführung):

Das Schöne an dem Thema ‚Geld‘ ist, dass wir alle etwas damit anfangen können. Es geht im Arbeitskreis Kulturanalyse um die symbolische Bedeutung – auch von Materien, die uns alle betreffen. Und Geld ist etwas, das uns alle bewegt in unserem Alltag, das aber auch schwer zu definieren ist. Ihr kennt wahrscheinlich die bekannte Aussage von Augustinus in seinen Bekenntnissen, dass man viel über Zeit reden kann, über das Phänomen, aber wenn ihn jemand fragt, was Zeit denn tatsächlich sei, dann könne er das nicht beantworten. Mit Geld geht es uns ähnlich – wir haben oft Schwierigkeiten, es zu definieren.

Es gibt natürlich das Material ‚Geld‘, das Georg Simmel den ‚Substanzwert‘ des Geldes nennt. Er meint damit eine tatsächliche Entsprechung zu einem Wert, zu etwas, das man auch haptisch greifen kann: Gold, Edelmetall, oder Primitivgelder wie Muscheln oder Ledergeld im Mittelalter. Dabei wird immer visualisiert, was die Menschen besitzen. Das ist jetzt natürlich mit der Digitalisierung immer mehr abhandengekommen.

Spannend ist auch, dass zur Geldtheorie eine Sprachtheorie existiert also es gibt die sogenannte Pekuniallinguistik, da Geld wie Sprache etwas ist, mit dem jede*r von uns hantiert.

Anna Babka: Ist dabei auch die Metaphorik des Geldwesens Thema, die unsere Sprache ja auch prägt?

CH: Ja, auch das. Andererseits wird Sprache wie Geld aufgeladen. Ein Wort hat eine lexikalische Bedeutung und eine Konnotation – und je nach Kulturkreis oder subjektiver Erfahrung kann das auch etwas ganz anderes bedeuten. Ich denke dabei auch an die Idee, Geld als Denkform zu verstehen. Karl-Heinz Brodbeck ist dabei federführend. Wenn ich „Hund“ sage, denke ich an einen Hund; wenn ich „Stein“ sage, stelle ich mir einen Stein vor. Wenn ich „Geld“ sage, denke ich eher daran, was ich mit Geld kaufen kann – ein subjektiver Wert. Es geht immer schon um eine Bewegung, eine Funktionsweise. Mit Sprache ist es ähnlich.

Geld ist gleichzeitig auch immer verbunden mit Machtverhältnissen. Wer kann andere steuern durch mehr Geld? Es verleiht Privilegien, wobei ich jetzt schon sagen möchte, dass wir heute Simmel diskutieren und anders als beispielsweise Karl Marx, der Ungleichverhältnisse bewertet, ist Simmel vor allem darauf bedacht, eine Kulturanalyse durchzuführen – beobachtend und erkenntnistheoretisch.

BUCHPRÄSENTATION | Juni 2022

Andrea Pető: Das Unsagbare erzählen. Sexuelle Gewalt in Ungarn im Zweiten Weltkrieg​

In der Fachbereichsbibliothek Germanistik stellte Andrea Pető sich mit ihrer Pionierstudie der Herausforderung, die Geschichte der Massenvergewaltigungen von Frauen im Zweiten Weltkrieg durch deutsche, sowjetische und ungarische Soldaten in Ungarn zu erzählen.

Ins Deutsche übersetzt von Krisztina Kovacs.
Moderation: Clemens Ruthner

BUCHPRÄSENTATION | Mai 2022

Buchvorstellung und szenische Lesung

Im Depot präsentierten wir die Bände #8 bis #11 der Reihe aka|texte in Form einer szenischen Lesung, bei der die vier Bände dialogisch verbunden wurden. Gestaltung und Regie: Eva Schörkhuber, es lasen die Reihenherausgeber*innen.

LESEKREIS | April 2022

Lesekreis zu Eva Illouz

Kann Freundschaft sich der kapitalistischen Verwertungslogik entziehen? Gemeinsam mit Tobias Heinrich von der University of Kent (UK) lasen und diskutierten wir in der Photon Gallery Auszüge aus Eva Illouz‘ 2004 gehaltenen Frankfurter Adorno Vorlesungen.

aka/IFK_LECTURE | Jänner 2022

WHEN TOO PERFECT, DANN LIEBER GOTT BÖSE Kulturvirologische Betrachtungen zur künstlerischen Sprache der Fluxus-Akteure

Die Künstlerin, Museologin und Medienwissenschaftlerin Susanne Ristow sprach über ihre Forschungen zur Kulturvirologie und verdeutlichte die Produktivität dieser Denkfigur anhand prominenter Beispiele verschiedener Fluxus-Künstler*innen. Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften, organisiert von Anna Babka, Kristina Högler und Marina Rauchenbacher.

aka-Feier | Dezember 2021

 

AKA-WEIHNACHTSFEIER

Zur diesjährigen Weihnachtsfeier testeten wir das aka-Wissen unserer Mitglieder in Form eines kleinen Quiz und freuten uns über literarische Lesungen von Peter Clar, Markus Köhle und Eva Schörkhuber.

FÜHRUNG | September 2021

Exklusive aka-Führung durch das Freud-Museum

Ein Jahr nach der Wiedereröffnung des Sigmund Freud Museums führte dessen wissenschaftliche Leiterin und aka-Vorstand Daniela Finzi durch die neugestalteten Räume und Ausstellungen und diskutierte mit uns nicht zuletzt auch die kuratorischen Überlegungen und Strategien dieser Neugestaltung.

LITERATURSPAZIERGANG | Juni 2021

Literaturspaziergang durch Neubau

Zum Abschluss des Sommersemesters führte uns Christina Hoffmann durch den 7. Wiener Gemeindebezirk und zeigte ihn uns von seiner literarischen Seite.

aka/IFK_LECTURE | Mai 2021

IFK/aka_lecture mit Boris Buden: A THEORIST WHO CANNOT SPEAK ENGLISH IS NO THEORIST

Der Kulturtheoretiker, Autor und Übersetzer Boris Buden sprach über mangelnde Gleichheit und Gerechtigkeit zwischen den Sprachen. Während die einen die Welt beherrschen, kämpfen andere ums Überleben oder sind bereits ausgestorben. Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften, organisiert von Julia Boog & Anna Babka.

LESEKREIS | April 2021

Karen Barads Nature’s Queer Performativity

In akas erstem Online-Lesekreis gab Bernhard Frena einen Einblick in Karen Barads theoretische Konzepte und diskutierte mit uns über den Aufsatz Nature’s Queer Performativity (2012). Die Veranstaltung fand in Verbindung mit Anna Babkas Seminar Posthuman Theory statt – und wir haben Stoff für viele weitere Diskussionen! 

KONFERENZ | Dezember 2020

Gender revisited

Organisiert von unseren Mitgliedern Anna Babka, Hildegard Kernmayer, Julia Lingl, Jasmin Doubek und Marietta Schmutz fand die Konferenz Gender revisited. Verhandlungen von Geschlecht im Zeitalter des Posthumanismus statt. Die Konferenz, die das Forschungsfeld neu umrissen und perspektiviert hat, ging auch erstmals in der Geschichte von aka vollständig online über die Bühne.

BUCHVORSTELLUNG + DISKUSSION | März 2020

Die Linke und die Kunst

Der Autor Jens Kastner diskutierte mit Ingo Pohn-Lauggas von aka im depot sein bei Unrast (2019) erschienenes Buch über die die unterschiedlichen Positionen zur Kunst in den wichtigsten Strömungen linker Theorie. Dabei wurde deutlich, dass der Stellenwert der Kunst für die gesellschaftliche Transformation sehr hoch angesetzt wird und die Hoffnungen auf ihre emanzipatorischen Effekte erstaunlich groß sind.

WORKSHOP | Januar 2020

Forschen – Fördern – Evaluieren: Literatur(wissenschaft) als Projekt

Auf Einladung von Isabel Kranz sprachen wir mit Fabio Durão (Universität Campinas) und Yoshi Takemine (Tokyo Universität) über die Forschungslandschaften in Brasilien, Japan und Österreich und widmeten uns der Frage, was Literaturwissenschaft im Zeichen des Projekts bedeutet. Neben einem Einblick in die Struktur der Forschungsförderung außerhalb Europas drehte sich die Diskussion um die Suche nach Alternativen zu einer zunehmend warenförmigen literaturwissenschaftlichen Forschung.

BUCHVORSTELLUNG | Januar 2020

DIE MUTZENBACHER Lektüren und Kontexte eines Skandalromans

Dieses von Clemens Ruthner und Matthias Schmidt herausgegebene Buch ist hervorgegangen aus einem Symposium zu diesem sexualhistorischen Schlüsseltext der österreichischen Literatur im Wien Museum. Stimmigerweise im Tanzcafé Jenseits diskutiert haben Susanne Hochreiter und Clemens Ruthner, moderiert hat Anna Babka. > Stimmungsbilder

VORTRAG | Dezember 2019

Unterschrift als Identitätsritual

Wir begingen den aka-Jahresabschluss in der formidablen Vinothek VINOE und hatten Hans-Walter Schmidt-Hannisa von der National University of Ireland zu Gast: Unter dem Titel „Schrift Unter Schrift. Lektüren eines Identitätsrituals“ präsentierte er verschiedene theoretische Zugänge zur Unterschrift in unterschiedlichen Wissensdisziplinen.

aka/IFK_LECTURE | Dezember 2019

Yoko Tawada NICHT DIE TIEFE, SONDERN DIE OBERFLÄCHE ÜBERSETZEN

Im Depot präsentierten wir die Bände #8 bis #11 der Reihe aka|texte in Form einer szenischen Lesung, bei der die vier Bände dialogisch verbunden wurden. Gestaltung und Regie: Eva Schörkhuber, es lasen die Reihenherausgeber*innen.

BUCHPRÄSENTATION | November 2019

Akte(n) der Verwahrung

Eva Schörkhuber präsentierte im Gespräch mit Ingo Pohn-Lauggas in der Fachbibliothek Germanistik ihre Zugänge zu einem Archiv der Literatur entlang exemplarischer Lektüren von Maja Haderlap, Bogdan Bogdanović und Elfriede Jelinek sowie ihre zeitgleich entstandene Erzählung Die Blickfängerin.

LESEKREIS| Oktober 2019

Grenz|Körper|Ränder. Trans|Gender in deutschsprachigen Comics

Eine grundlegende Annahme der comictheoretischer Forschung ist, dass Körper im Medium Comics als Zeichen funktionieren. Basierend darauf haben wir in diesem Lesekreis – organisiert von Marina Rauchenbacher und Katharina Serles (OeGeC; gendercomics.net) – deutschsprachige Comics besprochen, die Grenz|Körper|Ränder verhandeln (u. a. Arbeiten von Sarah Barczyk, Suskas Lötzerich und Franz Suess). 

BUCHPRÄSENTATION + aka SOMMERFEST | Juni 2019

Marianne Maderna: Humanimals or The Inventress of Wheel Acts

Mit Marianne Madernas Humanimals or The Inventress of Wheel Acts. Die Künstlerin entwirft ein modernes Welttheater, in dem die Kunst buchstäblich gegen die Mächtigen der Welt ins Feld zieht. Sonderzahl publiziert, aka stellt vor, leitet ein, präsentiert, die Künstlerin performt… danach das jährliche aka-Sommerfest, diesmal bei Marianne Maderna am Dach. > Video

LESEKREIS | Juni 2019

Elfriede Jelinek Die Schutzbefohlenen

Die Schutzbefohlenen entstand in Reaktion auf die ‚Besetzung‘ der Votivkirche durch Flüchtlinge, die damit gegen ihre menschenunwürdigen Lebensbedingungen protestierten. Die im Text thematisierten Fragen nach Aus- und Einschlüssen, nach (sozialen) Ungerechtigkeiten und die Verbindung von Poetischem und Politischen wurden gemeinsam mit dem Jelinek-Experten Peter Clar gelesen und diskutiert.

TAGUNG | Mai 2019

Passagen: Internationale Tagung zu Benjamin und Gramsci

aka war Mitveranstalter einer von Ingo Pohn-Lauggas mit Birgit Wagner und Wolfgang Müller-Funk organisierten international und prominent besetzten Tagung, die sich dem Denken von Walter Benjamin und Antonio Gramsci widmete, welches trotz vieler offenkundiger Berührungspunkte nur selten systematisch in Beziehung gesetzt wird.
> Tagungshomepage mit Details zum Programm

LESEKREIS | Mai 2019

Lesekreis zu Alison Bechdels "Fun Home"

Bei diesem Lesekreis unter der Leitung von Chris Coffman (University of Alaska Fairbanks) standen der (psychoanalytische) Begriff der Identifikation und das Tochter-Vater-Verhältnis sowie die verschiedenen Möglichkeiten des Mediums der Graphic Novel hinsichtlich der Erzeugung von Ambiguitäten im Zentrum.

VORTRAG | Januar 2019

Verkehrte Utopietechniken: aka-Vortrag mit Karin Harrasser

Der Vortrag untersuchte die Missionierungspraktiken der Gesellschaft Jesu im heutigen Bolivien, innerhalb derer auch ästhetische Strategien zum Einsatz kamen. Über eine Kritik der kolonialen Regierungstechniken hinausgehend wurden Widerstandsformen untersucht und Perspektiven auf aktuelle Aneignungen von kulturellen Artefakten mit kolonialer Vergangenheit eröffnet.

PRÄSENTATION | Januar 2019

Anke Feuchtenbergers Bilderzählungen

Anke Feuchtenbergers Arbeiten prägen die deutschsprachige Comic-Szene wesentlich. Ihre Zeichnungen und Bildergeschichten verhandeln immer wieder Themen wie Geschlechtergeschichte, Geschlechterrollen und -zugehörigkeiten, Körper, Sexualität und Identitätssuche. Anke Feuchtenberger stellte an dem Abend ältere und neuere Arbeiten zur Diskussion. > Flyer

VORTRAG + WORKSHOP | Dezember 2018

Jack Halberstam: New Direction - “Power in the Darkness” and “Angry Atthis”

New Direction – “Power in the Darkness” and “Angry Atthis”: Anthems, Genres and the Queer Voice – Vortrag und Workshop in Graz hat der Arbeitskreis Kulturanalyse gemeinsam mit dem Zentrum für Genderforschung und dem New Directions Programm organisiert.

WORKSHOP | November 2018

Kulturtheorie und die Analyse von Religionskulturen

In diesem Workshop mit Martin Treml (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin), einer Kooperationsveranstaltung zwischen dem Institut für Germanistik und aka, wurde der Blick von Theologie und Bekenntnis weg und darauf gerichtet, was der Begriff der „Religionskultur“ meint, in den Anregungen von Ernst Cassirer, Max Weber und Aby Warburg eingegangen sind.

BUCHPRÄSENTATION + SOMMERFEST | Juni 2018

Postkolonialität Denken – Lesung, Gespräch & Buchpräsentation

Im Rahmen des diesjährigen aka-Sommerfests fand in Kooperation mit AFRIEUROTEXT die Veranstaltung Postkolonialität Denken – Lesung, Gespräch & Buchpräsentation in der Buchhandlung AFRIEUROTEXT statt. Der präsentierte Band (2017) versammelt Beiträge eines Humboldt-Kollegs, das 2014 in Lomé (Togo) unter breiter Mitwirkung von aka-Mitgliedern organisiert und wissenschaftlich ‚bespielt‘ wurde.

VORTRAG | Juni 2018

Borderpoetics

Johan Schimanski (Universität Oslo) hielt einen Vortrag zu Crossing and Gendering Borders im Rahmen des vom Österreichischen Zukunftsfonds geförderten Projekts Poetiken der Migration in Kooperation mit aka. In seinem Vortrag analysierte Schimanski entlang seines grenzpoetischen Ansatzes zugleich theoretische Konzepte und narrative Strukturen mit einem Fokus auf topographische, symbolische und epistemologische Grenzen. 

BUCHPRÄSENTATION | Juni 2018

Digitalität und literarische Netz-Werke

Die Herausgeberinnen Christina Hoffmann und Johanna Öttl präsentierten gemeinsam mit Norbert Bachleitner und Julia Grillmayr in der Fachbereichsbibliothek Vergleichende Literaturwissenschaft den zweiten Band der Reihe antikanon, die in Kooperation  mit dem Arbeitskreis Kulruranalyse entsteht.

VORTRAG | Mai 2018

Alltagsverstand und Bildung

Uwe Hirschfeld (Dresden) rekonstruierte Gramscis Konzept des Alltagsverstandes als wesentliches Moment der Hegemonie und dessen (sozial)pädagogische Perspektiven. Im Gespräch mit Ingo Pohn-Lauggas ging es um das Selbstverständnis der Lehrenden und eine Didaktik, die  in einer politischen „Bildung im Alltag“ die Selbsttätigkeit in den Fokus rückt. Ein Nachtrag zur aka-Tagung Bildung und Populismus

BUCHPRÄSENTATION | Mai 2018

Habsburgs 'Dark Continent'​

Was können Literatur- und Geschichtswissenschaft von den Postcolonial Studies für ein besseres Verständnis der Habsburger Monarchie im „langen 19. Jahrhundert“ (Hobsbawm) lernen? Buchpräsentation in der FB Germanistik mit dem Autor Clemens Ruthner und mit Anna Babka über Postkoloniale Lektüren zur imperialen Literatur und Kultur Österreichs im langen 19. Jahrhundert.

LESEKREIS | Mai 2018

Lesekreis zu Werner Hamacher

In seinen 95 Thesen zur Philologie formulierte Hamacher einige Grundlagen, aber auch Zweifel, die quasi-dialektisch so etwas wie die Aufgabe skizzieren, die die Philologie haben und der sie nachgehen könnte. Ein Lesekreis unter der Leitung von Martin A. Hainz.

KONFERENZ | April 2018

New Perspectives on Imagology

Ein Stockwerk über der im Wiener Volkskundemuseum ausgestellten Völkertafel, einer der ältesten Quellen für nationale Stereotype, fand eine von Wiener Komparatistinnen in Kooperation mit aka organisierte Konferenz statt, die gegenwärtige und zukünftige Forschungsperspektiven der Imagologie beleuchtete. WissenschaftlerInnen aus 14 Ländern beteiligten sich an dem Programm, das neben Vorträgen und Poster-Präsentationen auch eine Keynote von Joep Leerssen, eine Lesung von Doron Rabinovici und eine Podiumsdiskussion umfasste. 
Konferenzhomepage

LESEKREIS | Februar 2018

aka-Winterlesekreis zu Judith Butler

Die Reihe aka|texte wird um einen Band reicher: Butlers Aufsatz „Wenn die Geste zum Ereignis wird“ stellt ein wichtiges Verbindungsglied innerhalb von Butlers Theoriebildung dar. Das Manuskript der Übersetzung diente als Grundlage dieses Lesekreises.

aka/IFK_LECTURE | Januar 2018

Bettine Menke: SPRACHKONFUSIONEN: ÜBERSETZEN

Von Babel her schreibt sich eine Geschichte… Bettine Menke (Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt) durchmaß die Konfusionen der Sprache und die Aufgabe der Übersetzungen u.a. entlang Autor_innen und Theoretiker_innen, wie Kafka, Tawada, Derrida oder Benjamin. Der Vortrag fand als Kooperationsveranstaltung am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften statt.

FÜHRUNG | Dezember 2017

aka im Literaturmuseum

Führung mit Hannes Schweiger, aka-Mitglied und einer der Kurator_innen der Dauerausstellung des Literaturmuseums. Er stellte die konzeptuellen Überlegungen und Entscheidungen vor, die es nicht zuletzt angesichts der räumlichen Vorgaben zu treffen galt, und diskutierte gemeinsam mit den aka-Besucher_innen den Aura-Begriff, intermediale Formen von Literatur, die Inklusivität von „österreichischer Literatur“ sowie die tatsächlichen und kommenden Zielgruppen dieses 2015 eröffneten Museums.
Im Anschluss fand die aka-Jahresabschlussfeier statt. 

TAGUNG | November 2017

Bildung und Populismus: Erwachsenenbildung und die Tradition der Cultural Studies

Unsere diesjährige Herbsttagung richteten wir in Kooperation mit dem Verband der Österreichischen Volkshochschulen aus und fragten: Was bleibt vom Anspruch der Cultural Studies, kritische Wissenschaft zu betreiben, die gesellschaftlich interveniert; was davon ist auf heutige Verhältnisse anwendbar und welche Rolle spielen dabei Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen abseits von Schule und Universität? Konzept & Organisation: Ingo Pohn-Lauggas
Details und Programm | Materialien zum Download | Bericht im ‚Magazin für Erwachsenenbildung‘

BUCHPRÄSENTATION | November 2017

Representation Revisited: Mieke Bal im Gespräch mit Anna Babka

Buchpräsentation, Gespräch und Video-Performance anlässich des Erscheinens von Representation Revisited, Band 5 unserer Reihe aka|texte, der den theoretischen Aspekt des Projekts „Radical Busts“ und beleuchtetund sich unterschiedlichen Fragen der feministischen Repräsentation widmet.
> Video der VeranstaltungPlakat | Medienecho

LESEKREIS | Juli 2017

Sinn der Sinne: Zum Gehör

aka-Sommerlesekreis unter der Leitung von Andrea Horz. Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Text Zum Gehör von Jean-Luc Nancy. Die Lektüre bildete den Auftakt, den Unterschied zwischen den Sinnen zu erkunden.

VORTRAG | April 2017

Freud and the 'Death Drive' Vortrag von Alenka Zupančič, in Kooperation mit dem Sigmund Freud Museum

In his 1920 essay Beyond the Pleasure Principle Freud introduces the intriguing and controversial notion of the “death drive”, which remains subject to very different interpretations and uses. Alenka Zupančič‘s lecture explored different facets of this notion and showed in what ways the notion of the death drive is highly pertinent and relevant for many contemporary discussions.
> Mehr darüber

BUCHPRÄSENTATION | März 2017

elsewhere, within here. Immigration, Flucht und das Grenzereignis

Anlässlich des Erscheinens von aka|text #4 gab es in der FB Germanistik eine Buchpräsentation inkl. Lesung mit Trinh T. Minh-ha und der Live-Performance „Music for Stacheldraht“ mit Klaus Karlbauer und Rosivita. Durch den Abend führten die Herausgeber/innen Anna Babka und Matthias Schmidt.
> Medienecho

EXKURSION | Dezember 2016

aka im Kunstmuseum

Wir begaben uns auf Exkursion ins Kunsthistorische Museum, wo die Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin Daniela Hammer-Tugendhat ein Impulsreferat zur „Malkunst“ von Jan Vermeer hielt, um es kulturkritisch mit uns zu diskutieren.
Im Anschluss fand die Jahresabschlussfeier des Arbeitskreises Kulturanalyse statt.

LESUNG | Dezember 2016

„Im Liegen ist der Horizont immer so weit weg.“ Ein Fest für Barbara Frischmuth

Ausgerichtet von Anna Babka und Peter Clar, die – generationenübergreifend – österreichische Autor_innen zu einer Lesung in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur baten.

KONFERENZ | Oktober 2016

Der Spanische Bürgerkrieg als antihumanistisches Laboratorium. Engagierte Intellektuelle im Spannungsfeld von Avantgarden und Faschismen in Österreich, Italien und Spanien

Internationale Konferenz, veranstaltet von Marlen Bidwell-Steiner (aka) und Birgit Wagner.

BUCHPRÄSENTATION | Oktober 2016

Das Unbehagen in der Kultur

Ingo Schneider und aka-Beiratsmitglied Martin Sexl präsentierten im Depot das von ihnen herausgegebene Buch Das Unbehagen in der Kultur (Argument 2015), das die fatale Unschärfe des Kulturbegriffs in aktuellen politischen Diskursen und in den Geistes- und Sozialwissenschaften thematisiert. Gastgeber und Respondent war Ingo Pohn-Lauggas.

Juli 2016

aka-Veranstaltungen rund um den 21. Kongresses der International Comparative Literature Association (ICLA)

  • Lesekreis mit der englischen Literaturwissenschaftlerin und SchriftstellerinMarina Warner zum Thema Orienting Wonder: Anhand von Auszügen aus u.a. Aischylos‘ „Orestie“, Virgils „Aeneis“ und den Geschichten aus „Tausendundeine Nacht“beschäftigten wir uns mit den Beziehungen zwischen westlichen und östlichen Erzählungen und Erzählweisen, mit Weltliteratur, „Orientalismus“ und Übersetzung.
  • Vortrag von Mauro Pala (Universität Cagliari) zum Thema „Benjamin, Neapel und der städtische Raum: Von der Porosität zur Postmoderne“, der aufzeigte, dass verschiedene Begriffe, die später eine zentrale Rolle im Aufbau des Passagenwerks spielen, ursprünglich in Benjamins Aufsatz über Neapel von 1924 erarbeitet wurden.

LESEKREIS | Juni 2016

Aktuelle Entwicklungen im ‚ökokritischen‘ Denken

In diesem aka-Lesekreis las Caitríona Ní Dhúill mit uns Texte zum Thema als Versuche, aus den Perspektiven der Geisteswissenschaften aktuelle globale Tendenzen (ökologische Zerstörung, Neoliberalismus, ‚enclosure of the commons‘) zu begreifen, zu beleuchten, eventuell auch zu bekämpfen.

BUCHPRÄSENTATION | Juni 2016

Paul Michael Lützeler: Ethik und biografisches Schreiben

Auf Einladung von aka war Paul Michael Lützeler in Wien und präsentierte „Morphomatische Überlegungen zu Ego-Dokumenten Hermann Brochs“. Lützeler lehrt als Rosa May Distinguished University Professor in the Humanities an der Washington University in St. Louis und gehört dem wissenschaftlichen Beirat von aka an.

TAGUNG | Mai 2016

À suivre... Serielles Erzählen in der Moderne

aka war Mit-Veranstalter dieser internationalen Tagung zu Ehren von Beiratsmitglied Birgit Wagner am Institut für Romanistik der Universität Wien. Konzept & Organisation: Daniel Winkler, Ingo Pohn-Lauggas und Martina Stemberger

BUCHPRÄSENTATION | April 2016

Ästhetik der Marginalität im Werk von Joseph Roth

Wolfgang Müller-Funk und Daniela Finzi präsentierten und diskutierten im Presseclub Concordia Daniel Bitouhs Buch Ästhetik der Marginalität im Werk von Joseph Roth. Eine Kooperation von aka mit der Initiative Afri-Eurotext und dem Presseclub Concordia.

DISKUSSION | Januar 2016

Pornographie oder Pornologie?

aka war zu Gast im Gewölbekeller des Erotikladens Liebenswert in Wien, und wir diskutierten unter der Anleitung von Linda Leskau Texte des Marquis de Sade, von Leopold Sacher-Masoch, Roland Barthes und Gilles Deleuze unter der Leitfrage Pornographie oder Pornologie?

WORKSHOP | Dezember 2015

Writing Culture

aka-Workshop zu Writing Culture, in dem Texte von James Clifford, Trinh T. Minh-ha und Gayatri Spivak gelesen und diskutiert wurden. Zu Gast durften wir diesmal im Wien Museum sein, durch das uns der Gastgeber Matti Bunzl führte.

LESEKREIS | November 2015

Botanik – Onomastik – Psychoanalyse

Unter der Leitung von Isabel Kranz gab es einen aka-Lesekreis zu Botanik und Onomastik. Dem voraus ging eine exklusive Sonderführung von Daniela Finzi durch die Sonderausstellung des Freud-Museums ‚Das ist das starke Geschlecht.‘ Frauen in der Psychoanalyse.

LESEKREIS | Juni 2015

Lexicon for Cultural Analysis

Mit einem sommerlichen aka-Lesekreis bereiteten wir die redaktionelle Arbeit an jenem Text Mieke Bals vor, der Band 3 unserer Reihe aka|texte werden sollte…

LESEKREIS | April 2015

„Das ähnliche Sehen“

Ausgehend von Aufsätzen Paul Ricœurs und begleitet von einigen Auszügen aus Ludwig Wittgensteins Philosophischen Untersuchungenbeschäftigten wir uns bei diesem von Gianna Zocco geleiteten Lesekreis mit Metaphern und ähnlichen Formen. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern diese – wie von Ricœur postuliert – das Potential haben, eine „Neubeschreibung“ der Wirklichkeit zu liefern und eine Perspektivverschiebung im Sinn von Wittgensteins Formulierung des „Sehen als“ zu liefern.

LEKTÜREWORKSHOP | Januar 2015

Musik und Sprache

aka-Lektüreworkshop am Institut für Musikwissenschaft mit Texten von Adorno, Barthes und Wellmer.

WORKSHOPS + DISKUSSION | Dezember 2014

Thementag Ideologie

aka zu Gast im Filmarchiv Austria: Ganztägige Workshops und Diskussionen auf der Grundlage von Texten von Stuart Hall, Antonio Gramsci, Louis Althusser und Mladen Dolar, abgeschlossen von einem Filmscreening im Kinosaal des Filmarchivs. Konzeption und Organisation: Daniela Finzi und Ingo Pohn-Lauggas.

DISKUSSION | November 2014

Kunst, Konsum und der Kolonialismus in uns Podiumsdiskussion zur Ausstellung PCFS - Post Colonial Flagshipstore

Mitglieder des Arbeitskreis Kulturanalyse (Christina Marie-Charlotte Hoffmann, Ingo Pohn-Lauggas, Daniel Romuald Bitouh) diskutierten im Wiener MuseumsQuartier in Kooperation mit dem freiraum quartier21 mit den Kuratoren der Ausstellung PCFS – Post Colonial Flagshipstoresowie mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft. Die Podiumsdiskussion wurde von Radio Orange aufgezeichnet und im Rahmen der Reihe Radio Dispositiv von Herbert Gnauer gesendet.
Sendung zum Nachhören

WORKSHOP | Oktober 2014

Walter Benjamin: Kurze Schatten

Herbstliches kleines benjaminisches Schattenspiel im Mittelpunkt unseres dritten Lektüreworkshops

April 2014

Der neue deutsche Kolonialroman und die postkolonialen, kulturwissenschaftlichen und interkulturellen Studien

Eine ganze Reihe von aka-Mitgliedern nahm an dieser Tagung in Lomé (Togo) teil. Ursula Knoll und Matthias Schmidt schrieben darüber im uni:view magazin, Anna Babka gab Lukas Wieselberg ein Interview auf science.orf.at.

WORKSHOP | Januar + April 2014

Lektüreworkshop zu Derridas „Postkarte“

Zweiteiliger Workshop, um Jacques Derridas Postkarte auf die Schliche zu kommen. Anhand einer Textauswahl aus dem ersten Band, den „Sendungen“, die von Peter Clar und Matthias Schmidt zusammengestellt wurde, erprobten wir interdisziplinäre Zugänge zu Schlüsselbegriffen von Derridas Medien- und Liebestheorie.
Eine Spätfolge war der aka|text #2.

VEREINSPRÄSENTATION | Dezember 2013

Alles Kulturanalyse! aka stellt sich vor

Vereinspräsentation in der Fachbibliothek Germanistik an der Universität Wien: aka erklärt sich selbst und lässt seine Bücher zu Wort kommen. Moderation: Irene Suchy

Die Veranstaltung wurde von Radio Orange aufgezeichnet und im Rahmen der Sendereihe Radio Dispositiv ausgestrahlt. Die Sendung kann hier nachgehört werden. Maren Sacherer berichtete darüber im Literatur-Blog Post Lit: Link zum Artikel.

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